Wenn das Libretto von Lorenzo da Ponte stammt und Mozart in seiner dritten Zusammenarbeit nach Le Nozze di Figaro und Don Giovanni die Musik dazu komponiert, entsteht aus diesem Rezept ein erstaunliches Meisterwerk. Erstaunlich, denn während alle Zutaten einer frauenfeindlichen Fabel hier vereint zu sein scheinen, zieht die Mozartsche Partitur etwas ganz anderes daraus: eine brillant ironische Komödie über die unvermeidliche Vergänglichkeit der aufrichtigsten Gefühle, über die notwendige Demut eines jeden angesichts der Unvollkommenheit aller und seiner selbst. Über die bittersüße Mischung aus Sensibilität und Sinnlichkeit, die den Grundstock jeder Existenz bildet. Es geht um das melancholische Balancieren zwischen dem Leben, wie man es lebt, und dem Leben, wie man es hätte leben können - und um die Weisheit, die man daraus ziehen sollte.
Art
- Musik
- Musik
- Lyrische Kunst
- Oper