Am Samstag, den 4. Juli 2015 hat das Welterbekomitee auf seinem 39. Treffen in Bonn entschieden, die Climats, Weinbaugebiete des Burgund auf die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO zu setzen.

Zwischen Mensch und Natur

Das Weinbaugebiet des Burgund wurde über 2.000 Jahre lang aufgebaut. Seine Besonderheit ist das konstante Streben nach einer Verbundenheit zu Ort (Climat) und Zeit (Jahrgang). Diese zwei Verbindungen markieren die Qualität der Weinproduktion.

Dieses Streben zeigt sich am besten auf den 60 Kilometern zwischen Dijon und Santenay an der Côte de Nuits und der Côte de Beaune. Die Climats fügen sich wie Puzzleteile zu einem großen Mosaik aus einzigartigen Lagen mit bekannten Namen zusammen.
Jedes Climat hat eine eigene Geschichte, einen eigenen Namen, einen Geschmack, einen Platz in der Hierarchie der Ursprungsbezeichnungen, die langsam das Wissen des Winzers im Einklang mit dem außergewöhnlichen natürlichen Milieu geformt haben.

Die Climats, Weinbaugebiete des Burgund, werden mit den Städten Dijon und Beaune verbunden. Beide sind historische Zentren politischer, wirtschaftlicher und kultureller Macht. Die Climats konservieren auf einzigartige und lebendige Weise das Wissen und Traditionen. Ihr Aufbau ließ im Weinbaugebiet sowie in den Städten und Dörfern im Laufe der Jahrhunderte eine bemerkenswerte Landschaft und ein außergewöhnliches architektonisches Kulturerbe entstehen.

Ein Vorbild des Weinbaus im internationalen Dialog

Die Aufnahme der Climats, Weinbaugebiete des Burgund, in das UNESCO-Weltkulturerbe ist zwar stark lokal verankert, überschreitet aber die Grenzen ihrer Territorien und des Staates. Sie ist der Anlass für einen interkulturellen Dialog mit anderen Landwirtschaften mit Terroir wie dem kolumbianischen Kaffeeanbau, dem chinesischen Teeanbau, dem indischen Safrananbau usw.
Diese Anbauprodukte haben etwas gemeinsam: die Verbundenheit mit ihrer Herkunft, ihrer Geschichte und dem Know-How. Das stellte das umfangreiche Kolloquium im Februar 2015 über Landwirtschaften mit Terroir fest.

Die Anerkennung der Vorbildfunktion des Terroirs des Burgund durch die UNESCO verleiht der Bedeutung der vielfältigen Landwirtschaften für die Menschheit Ausdruck. Ihre Kraft besteht darin, sich den Bedrohungen der Vereinheitlichung des Geschmacks erfolgreich zu widersetzen, die mit der Globalisierung einhergeht.

Ein historischer Augenblick für Burgund

Die Aufnahme in das Weltkulturerbe zeigt den Beginn eines neuen Kapitels in der Geschichte der Climats von Burgund auf. Genau wie die Schaffung der AOC im Jahr 1936 garantiert die Aufnahme die Pflege und die Übergabe der Gebiete an zukünftige Generationen.
Sie eröffnet ebenfalls neue Horizonte und lädt zum Entdecken und Verstehen der Climats und ihrer Geschichte ein. So sind schon ehrgeizige Projekte auf dem Gebiet zu Gange wie die nächste Cité des Vins de Bourgogne in Beaune und die Cité de la Gastronomie in Dijon.

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