Fotoausstellung unter freiem Himmel im Jardin de l'Arquebuse. Der Fotokünstler Michel Joly stellt eine Reihe von Hybridporträts vor, die auf der Grundlage einer Sammlung von geologischem und pedologischem Material entstanden sind, das er in Partnerschaft mit der Geologin Françoise Vannier aus verschiedenen Terroirs des burgundischen Weinbaugebiets entnommen hat.
Diese sowohl künstlerische als auch pädagogische Arbeit ist eine Hommage an all die Männer und Frauen, die sich über Jahrtausende hinweg um die Reichtümer unseres Terroirs gekümmert haben, und gleichzeitig enthüllt sie uns
auf einfache und spielerische Weise die ganze Vielfalt der Böden des Weinbaugebiets Burgund.
Michel Joly
Michel Joly ist Autor und Fotograf und arbeitet im Bereich der zeitgenössischen, dokumentarischen und/oder plastischen Fotografie. Seine persönliche Arbeit dreht sich vor allem um den Begriff des Terroirs.
Terroir und Territorium mit verschiedenen Blickwinkeln, insbesondere die Frage nach unserer Beziehung zur Natur und den Verbindungen zwischen Mensch und Territorium. Dabei bedient er sich folgender Methoden
eine ganze Reihe von fotografischen Techniken (historische, alternative und moderne).
Françoise Vannier
Bereits seit über zwanzig Jahren nutzt Françoise Vannier ihre Ausbildung als Ingenieurgeologin zum Nutzen der Weinbauern und hat sich auf die Untersuchung und Begutachtung von Weinbaugebieten spezialisiert, sei es im Burgund, in Frankreich oder anderswo auf der Welt. Ihre Arbeit ermöglicht die Erstellung von Karten des Untergrunds auf der Ebene der Appellation, die Kenntnis der charakteristischen Gesteine von Lagen und die detaillierte Untersuchung der Parzellen von Weingütern. Neben Winzern und Studenten der Weinbauwissenschaften oder des Weinhandels wird das Wissen über Webinare oder Podcasts, Vorträge oder manchmal ungewöhnlichere Aktionen, wie z. B. Sketche im Weinberg, an ein sehr breites Publikum weitergegeben.
Die Ausstellung
Die Kinder von GaÏa sind die Vielzahl von Männern und Frauen, die im Laufe der Jahrhunderte diese geologische Vielfalt genutzt haben, die den daraus gewonnenen Weinen ihren Reichtum verleiht. Symbolisiert durch
Porträts anonymer Winzer, sind sie bewusst in den Hintergrund gerückt, bekräftigen aber dennoch die Verbindung, die zwischen dem Menschen und dem von ihm bewirtschafteten Terroir besteht. Diese Serie lässt sich auf mehreren Ebenen lesen. Zunächst appelliert sie an das kollektive Gedächtnis und lässt die freundlichen (oder nicht freundlichen!) Monster, die unsere kindliche Vorstellungswelt bevölkerten, wieder auferstehen. Zweitens wird bekräftigt, dass unsere Erde im Laufe von Hunderten von Millionen Jahren entstanden ist und dabei eine große Vielfalt an Böden hervorgebracht hat, wobei sich die Frage stellt, wie wir diese Böden nutzen. Letztendlich erforscht diese Serie, begleitet von den Legenden in Form einer Identitätskarte von Françoise Vannier, Geologin und Spezialistin für Weinbauböden, die Vielfalt der Böden und Unterböden des Weinbaugebiets Burgund, die durch die Hand des Menschen den Reichtum und die Bekanntheit seiner Terroirweine begründen werden.
Das Dispositiv
Diese Serie gehört zur sogenannten "Hybridfotografie". Das Porträt eines Winzers wird auf klassische Weise erstellt und dann auf großformatiges Fotopapier abgezogen. Auf diesem Abzug wird eine Erd- oder Gesteinsprobe angeordnet, die für ein bestimmtes Terroir spezifisch ist. So entsteht ein imaginäres Geschöpf, ein "Kind der Gaia". Dieses Bild, das mit einer neuen Bedeutung aufgeladen ist, liefert eine persönliche Erzählung der burgundischen Terroirs.
Les Enfants de Gaïa ist eine der Serien einer Gemeinschaftsarbeit des "Bal des Rejetons". Er wurde von FICOFI und der Stadt Dijon unterstützt.
Datum
Vom 28. Mai bis zum 28. September 2025
Öffnungszeiten des Jardin de l'Arquebuse (von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang)